Rasiercreme

In meinem Beitrag zur Rasierseife bin ich bereits darauf eingegangen, dass diese nach dem Ersten Weltkrieg langsam aber sicher durch die Rasiercreme abgelöst wurde. Da sich die Rasiercreme als praktische Lösung für unterwegs offenbarte und die Rasierseife durch die einfache, problemlose Handhabung ablöste.

Das Geheimnis der Rasiercreme

Mittlerweile ist es so, dass sowohl Rasierseife und Rasiercreme am Markt erhältlich sind. Die Auswahl erfolgt nach persönlichen Präferenzen, wobei sich nichts daran geändert hat, dass man für den Einsatz von Rasierseife ein wenig mehr Zeit einplanen sollte, wohingegen Rasiercreme für die schnelle Nassrasur gedacht ist.

„Shaving is a way to start the workday by ritually not cutting your throat when you’ve the chance.“ ― Ben Lerner

Schäumende Rasiercreme – was verbirgt sich dahinter?

Hinter einer schäumenden Rasiercreme verbirgt sich meist eine reine Kaliumseife oder ein entsprechendes Gemisch aus Kalium- und Triethanolaminseifen. Rasiercreme besitzt meist einen typischen Perlmuttglanz, welcher durch einen Gehalt an freier Stearinsäure hervorgerufen wird.

In den meisten Fällen besitzen diese Cremes zudem noch ein Überfettungsmittel, wie Vaseline, Wollwachs, usw. Auch wasserbindende Substanzen, dass heißt Substanzen, welche die Haut feucht halten, sind in gängigen Cremes zum Rasieren enthalten. Entsprechende Duftstoffe fehlen natürlich ebenfalls nicht, da eine Creme ohne diese nicht viel her macht, zumindest wenn kein After-Shave zur Hand ist. Diese schäumenden Rasiercremes werden ähnlich wie die Rasierseife mit einem Pinsel aufgeschlagen.

Die Konsistenz von Cremes zum Rasieren zu Rasierseife unterscheidet sich erheblich, so ist diese viel weicher. Bedingt hierdurch benötigt man weniger Wasser, um die gewünschte Menge in den Rasierpinsel aufzunehmen. Mit nur zwei, drei Strichen aus der Tube hat man meist bereits die richtige Menge mit dem Pinsel für eine Nassrasur aufgenommen.

Nichtschäumende Rasiercreme – Was soll das sein?

Als Alternative zur schäumenden Creme zum Rasieren, welche mit dem Pinsel aufgeschäumt werden muss, gibt es nichtschäumende Rasiercremes, die vor der Rasur auf die zuvor gewaschene Haut aufgetragen werden. Hierdurch entfällt das sonst übliche Einseifen mit einem Rasierpinsel.

Wie andere Cremes zum Rasieren verhindern die Nichtschäumenden ebenfalls das Austrocknen der Haare und erleichtert die gleitende Bewegung des Rasiermessers auf der Haut. Der Einsatz einer solchen Creme bietet sich bei der Nassrasur für Menschen mit trockener, fettarmer Haut an, da die Haut im Vergleich mit einer Seifenschaumrasur geschont wird.

Egal ob schäumende oder nichtschäumende Rasiercreme, meist werden diese in Dosen oder Tuben geliefert, welche vollständig verschließbar sind und dadurch bestens für die Nassrasur auf Reise geeignet sind. Eine Rasierseife im Tiegel müsste beispielsweise gesondert verpackt werden, um mit auf Reise genommen zu werden.

Rasiercreme Auftragen Verwenden

So verwendet man Rasiercreme im Alltag

Rasiercreme ist wie es der Name bereits vermuten lässt eine Creme und daher von der Konsistenz eher weich. Daher ist es möglich die Creme direkt auf einen Rasierpinsel, welche mit warmen Wasser angefeuchtet ist, aufzutragen. Mit kreisenden Bewegungen kann die Creme direkt aufs Gesicht aufgetragen werden und bietet somit eine vernünftige Grundlage für die Nassrasur.

Wie bereits erwähnt ist es wichtig, dass sowohl der Rasierpinsel, als auch die Haut vor dem Auftragen mit warmen Wasser angefeuchtet sind, um die Poren zu öffnen sowie die Rasiercreme entsprechend aufnehmen zu können.

Da Rasiercreme im Urzustand eine Creme ist trägt man sie mit einem Pinsel auf die zu rasierenden Bereiche. Hier verteilt man sie nun mit kreiselnden Bewegung damit sie zu einer Art Schaum wird – Besonders effektiv ist das Auftragen mit einem Rasierpinsel. Wichtig hierbei ist dass sowohl die Haut, als auch der Pinsel vor dem Auftragen mit warmen Wasser angefeuchtet werden um den Prozess zu optimieren. Die Rasur mit dem Rasiermesser kann beginnen, nach dieser wird der überschüssige Schaum einfach abgewaschen.

Fazit: Rasiercreme ideal für die Nassrasur auf Reisen

Eine Creme zum Rasieren ist vor allem auf Reisen ein praktischer Begleiter. Auch für Nassrasierer, welche ansonsten eher Probleme mit ihrer Haut haben, da diese sensibler zur Haut ist, als beispielsweise Rasierseife.

Im Alltag ist die Creme zum Rasieren zudem praktischer, wenn man sich unter Zeitdruck rasieren muss. Da der Aufwand zum Aufschäumen wegfällt beziehungsweise nicht so aufwendig ist. Meine Erfahrungen zu speziellen Rasiercremes findest du demnächst im Blog.