Mein erster Rasierpinsel von Erbe Solingen aus Wengeholz mit Dachshaar

Nachdem ich dir in einem meiner letzten Beiträge bereits meine erste Rasierseife, die Proraso Rasierseife mit Eukalyptus vorgestellt, nun möchte ich dir auch meinen ersten Rasierpinsel vorstellen. Hierbei handelt es sich um einen Rasierpinsel von Erbe Solingen aus Wengeholz mit Dachshaar.

Diesen habe ich bereits vor einiger Zeit geschenkt bekommen, als ich an die Nassrasur noch gar keine Gedanken verschwendet habe. Bis vor ein paar Tagen lag dieser daher noch in seiner Originalverpackung in meinem Schrank. Nun war es allerdings an der Zeit diesen auszupacken.

Eindrücke des Rasierpinsel von Erbe Solingen aus Wengeholz mit Dachshaar

Der Rasierpinsel von Erbe Solingen macht bereits beim ersten in die Hand nehmen einen qualitativ hochwertigen Eindruck. Betrachtet man diesen genauer teilt er sich in den Pinselkopf, bestehend aus Dachshaar sowie den Griff aus Wengeholz. Beides möchte ich getrennt näher betrachten.

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Dachshaar ist nicht gleich Dachshaar

Das Dachshaar nicht gleich Dachshaar ist, werde ich in einem meiner nächsten Beiträge aufgreifen. Heute möchte ich nur spezifisch auf meinen ersten Rasierpinsel von Erbe Solingen eingehen. Einen kurzen Exkurs gibt es dennoch, so gibt es verschiedene Qualitätsstufen: Graudachs, Silberspitz sowie schwarzes Dachshaar.

Möchte man den Unterschied von Dachshaar einfach erklären, dann sollte man wissen, dass die Silberspitzen ausgekämmt und ausgezupft werden, sowie im Anschluss nach Qualität sortiert werden. Hier wird in hellere Spitzen und dunklere Spitzen unterschieden, diese werden im Anschluss von den Pinselherstellern von Hand weiterverarbeitet.

Die grauen und schwarzen Dachshaare, welche auch bei meinem ersten Rasierpinsel zum Einsatz kamen, werden geschnitten. Dadurch fehlen ihnen die hellen Silberspitzen sowie der dunkle Mittelstreifen, auch Spiegel genannt.

Erkundigt man sich in verschiedenen Rasurforen gilt ein Rasierpinsel mit schwarzem Dachshaar als gute Kombination aus Preis und Leistung und somit als durchaus vernünftigen Einstieg in die Nassrasur. Durch die abgeschnittenen Silberspitzen, bekommt der Pinsel eine massierende Wirkung, im Gegensatz zum ganz weichen Silberspitz.

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Als höchste Qualitätsstufe gilt der „Silvertip“, dessen Haare besonders weich sind, er weißt eine helle Spitze auf und die Haare stammen aus dem Bauch- und Nackenbereich des Dachses. Direkt danach folgt der dunklere und weniger feine „Best Badger“ und schließlich der „Pure Badger“, dessen Haare den größten Durchmesser aufweisen und dementsprechend weniger fein sind.

Betrachtet man die Spitze des Rasierpinsels fällt auf, dass diese eine kugelförmige Form besitzt. Als alternative Formen sind gewölbte sowie flache Rasierpinsel am Markt erhältlich.

Ein Griff aus Wengeholz

Griffe eines Rasierpinsels können aus den unterschiedlichsten Materialien bestehen, die meisten gängigen Rasierpinsel setzen auf synthetische Materialien wie Nylon, Micarta oder anderen Kunststoffen. Deren Vorteil ist ihre Widerstandsfähigkeit gegen Wasser und Bruch sowie ihre Farbbeständigkeit.

Es gibt allerdings auch Alternativen, wie es beispielsweise bei meinem ersten Pinsel der Fall ist, dieser besitzt einen Holzgriff. Dieser hat allerdings den Nachteil, dass durch das Wasser, welches bei der Rasur verwendet wird, Risse entstehen können. Daher ist es wichtig den Pinsel mit dem Kopf nach unten zu lagern, um unnötiges Wasser abtropfen zu lassen.

Das Holz des Griffs stammt von der Wenge, welche im tropischen Regenwald von Kamerun, der Republik Kongo, der DR Kongo, Äquatorial-Guinea und Gabun beheimatet ist. Das Holz der Wenge ist hart, schwer, elastisch und witterungsfest und findet Verwendung im Möbel- und Innenausbau. Farblich ist das Holz des Griffes bei einem dunklen kaffeebraun mit schwarzen Akzenten einzuordnen.
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Der Griff meines Rasierpinsels von Erbe Solingen ist nicht gänzlich glatt, sondern besitzt auf jeder seiner vier Seiten eine leichte Kuhle, um den Fingern einen sichern Halt bei der Benutzung zu geben. Ist aus meiner Sicht ganz praktisch, gerade dann wenn man den Rasierschaum im Tiegel aufschlägt oder in kreisender Bewegung aufs Gesicht aufbringt.

Fazit: Rasierpinsel von Erbe Solingen aus Wengeholz mit Dachshaar

Natürlich fehlt mir aktuell noch die Vergleichsmöglichkeit mit anderen Rasierpinsel, dennoch bin ich bereits überzeugt, dass mit dem Rasierpinsel von Erbe Solingen ein ganz vernünftiges Stück Nassrasur-Equipment seinen Weg zu mir gefunden hat. Auch wenn dies mit ein wenig Zufall geschehen ist, wie ich bereits zu Beginn des Beitrags erwähnt habe.

Rasierpinsel von Erbe Solingen

Rein vom optischen gefällt mir die Kombination von kaffeebraunen Griff in Verbindung mit einer schwarzen Dachshaarpinselspitze. Sowohl beim Aufschlagen der Rasierseife, als auch beim Auftragen im Gesicht liegt der Pinsel gut in der Hand und nimmt die Seife gut in seiner Spitze auf. Mal abwarten wie sich der Pinsel auf lange Sicht schlägt, sei dir sicher, hier bei Mr. Moustache erfährst du es als Erster. Nun fehlt nur noch das richtige Rasiermesser, dann steht die Grundausrüstung.

1 Kommentar

  • Reply TRADITIONAL Rasierset von MÜHLE meine Erfahrungen | Mr. MoustacheMr. Moustache 17. Januar 2016 at 12:18

    […] Hierbei handelt es sich um einen besonders hochwertigen Kunststoff. Im Gegensatz zu meinem Rasierpinsel von Erbe Solingen aus Wengeholz besteht hier nicht die Gefahr, dass der Griff reißt und Brüche bekommt, wenn er mit Wasser in […]

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